Palazzo Ducale

Doge's Palace

Sitz und Geschichte

 

Der <strong>Dogenpalast</strong> in Venedig ist ein Meisterwerk gotischer Kunst, das sich in eine großartige Schichtung baulicher und ornamentaler Elemente untergliedert: vom antiken Fundament bis zur Anordnung des Gebäudes in seiner Gesamtheit aus dem 12. und 13. Jahrhundert, bis hin zu den beträchtlichen Ergänzungen aus der Renaissance und den prunkvollen manieristischen Verweisen. Der Palast besteht aus drei großen Baukörpern, die vorherige Bauten mit aufgenommen und vereint haben: Den Flügel hin zum Platz (ehemals Justizpalast) mit dem Sala dello Scrutinio (Wahlsaal), der ab 1424 seine heutige Bauform erhielt; auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Flügel aus der Renaissancezeit mit dem Wohnsitz des Dogen und zahlreichen Regierungsämtern, der zwischen 1483 und 1565 neu aufgebaut wurde. Der Besuchereingang zum Dogenpalast erfolgt über die Porta del Frumento (was so viel wie Weizen-Tor heißt, da es sich neben dem Ufficio delle Biade (Futtergetreide-Amt) befand), die sich unter den Arkaden der Fassade aus dem 14. Jahrhundert öffnet und auf das Bacino San Marco (San Marco-Becken) blickt.

<strong>Rundgang</strong>
Der vom Museum empfohlene Rundgang führt nicht linear durch die einzelnen Stockwerke des Palastes, sondern verfolgt einen Weg, bei dem es hinauf und hinunter geht und bei dem man diese mehrmals durchquert. Vom Erdgeschoß aus, wo sich die verschiedenen Besuchereinrichtungen befinden, beginnt der Rundgang mit dem Museo dell’Opera (Opernmuseum) und führt durch den herrlichen Innenhof in die oberen Säle des Palasts, wo die kostbaren Gemächer der Wohnung des Dogen im ersten Stock besichtigt werden, sowie die institutionellen Räume, die sich zwischen dem zweiten Stock und dem Stockwerk mit der Loggia befinden, um schließlich mit der Besichtigung der Rüstkammer und der Gefängniszellen zu enden.